Brustverkleinerung in Wien
Bei einer Brustverkleinerung (Mammareduktion) entferne ich überschüssiges Drüsen- und Fettgewebe, forme die Brust neu und versetze die Brustwarze in eine höhere, natürliche Position. Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose und dauert etwa zwei bis drei Stunden. Privat kostet der Eingriff ab 6.500€ – bei entsprechendem Befund ist eine Kostenübernahme durch die Krankenkasse möglich.
Brustverkleinerung
Die Brustverkleinerung ist die Operation, die ich am liebsten durchführe. Der Grund ist einfach: Kaum ein anderer Eingriff nimmt Beschwerden so unmittelbar – und kaum einer verändert den Alltag meiner Patientinnen so spürbar.
Eine sehr große, schwere Brust ist keine Frage der Eitelkeit. Viele meiner Patientinnen kommen mit Nacken-, Schulter- und Rückenschmerzen, mit einschneidenden BH-Trägern, wunder Haut in der Unterbrustfalte und deutlichen Einschränkungen beim Sport.
Natürliche Vielfalt ist an sich gut und wichtig. Kommt es aber in Folge dessen zu körperlichen Beeinträchtigungen oder einem verminderten körperlichen Wohlbefinden, so entsteht für die betroffenen Frauen oft ein hoher Leidensdruck.
Methoden
Zur Behandlung einer vergrößerten Brust, der sogenannten Mammahypertrophie, stehen mehrere Verfahren zur Verfügung. Welches passt, hängt von Brustgröße, Hautqualität und dem gewünschten Ergebnis ab.
T-Schnitt (Anker-Technik)
Der Klassiker bei größeren Reduktionen: Die Schnittführung verläuft um den Warzenhof, senkrecht nach unten und in der Unterbrustfalte. Sie erlaubt die größte Formkontrolle bei ausgeprägtem Befund; die Narbe in der Unterbrustfalte ist im Stehen nicht sichtbar.
Vertikale Technik
Bei mittlerem Befund kann der Schnitt in der Unterbrustfalte entfallen. Es bleibt eine Narbe um den Warzenhof und senkrecht nach unten – weniger Narbe, dafür nicht für jede Brust geeignet.
Bei beiden Techniken bleibt die Brustwarze über einen durchbluteten Gewebestiel mit dem Körper verbunden. Sie wird also nicht abgetrennt und versetzt, wie viele befürchten, sondern mitsamt ihrer Versorgung nach oben verlagert.
Durch die Reduktion des Brustvolumens erfolgt in der Regel eine erhebliche Beschwerdeminderung. Da gleichzeitig eine Anpassung der Brustform sowie der Brustwarze und des Warzenvorhofes erfolgt, wird auch das kosmetische Erscheinungsbild deutlich verbessert.
Die Operationsmethoden zur Brustverkleinerung und das weitere Vorgehen bespreche ich gerne mit Ihnen in einem unverbindlichen Beratungsgespräch in meiner Ordination in Wien.
- Vollnarkose
- Operationsdauer: etwa 2-3 Stunden
- Spitalsaufenthalt: etwa 1-2 Tage
- Krankenstand: etwa 1-2 Wochen
- Körperliche Schonung: etwa 6 Wochen
Vor dem Eingriff
Bitte organisieren Sie sich einen Kompressions-BH in der gewünschten Brust-Größe.
Eine Abklärung der Brust mittels Ultraschall oder Mammographie vor der Operation ist wichtig, um bei Veränderungen des Brustgewebes adäquat reagieren zu können.
Wenn Sie blutverdünnende Medikamente nehmen, besprechen wir rechtzeitig, ob und wann Sie sie pausieren.
Wer raucht, sollte einige Wochen vorher damit aufhören. Nikotin verschlechtert die Durchblutung der Haut und begünstigt Wundheilungsstörungen.
Am Operationstag kommen Sie nüchtern ins Spital.
Nach dem Eingriff
In der Regel können meine Patientinnen am ersten oder zweiten Tag nach der Operation nach Hause.
Ich empfehle für eine Woche zu Hause zu bleiben und sich zu erholen.
Körperliche Anstrengungen und Sport können normalerweise nach etwa 4 Wochen wieder begonnen werden.
Der Kompressions-BH sollte für zumindest 6 Wochen getragen werden.
Zur Wundkontrolle und zum Fädenziehen sehen wir uns in der Ordination wieder. Die Termine vereinbaren wir schon vor der Operation.
Auf Sauna, heiße Bäder und direkte Sonne auf den Narben verzichten Sie bitte einige Wochen. Mit der Narbenpflege beginnen wir, sobald die Wunden verschlossen sind.
Risiken/Komplikationen
Die Brustverkleinerung gehört zu den häufig durchgeführten Eingriffen der plastischen Chirurgie. Risiken gibt es trotzdem, und Sie sollten sie kennen, bevor Sie sich entscheiden.
Möglich sind Nachblutungen, Infektionen und Wundheilungsstörungen, am ehesten dort, wo die Nähte zusammenlaufen. Narben können sich verdicken oder verbreitern. Das Gefühl in der Brustwarze verändert sich häufig; meist kommt es im Lauf der Monate zurück, es kann aber auch dauerhaft eingeschränkt bleiben. Selten ist die Durchblutung der Brustwarze gestört. Einzelne Bezirke des Fettgewebes können sich verhärten. Kleine Unterschiede zwischen beiden Seiten lassen sich nicht immer vermeiden, gelegentlich ist eine Nachkorrektur sinnvoll.
Dazu kommen die allgemeinen Risiken einer Operation in Vollnarkose, etwa eine Thrombose. Rauchen und deutliches Übergewicht erhöhen die Gefahr von Wundheilungsstörungen spürbar.
Über die genauen Risiken und Dinge, die zu beachten sind, informiere ich meine Patientinnen in einem ausführlichen Aufklärungsgespräch.
Kosten/Preise Brustverkleinerung
ab 6.500€ (inkl. Vor- und Nachbetreuung, Narkose, Klinikaufenthalt)
Erfüllt der Befund bestimmte Kriterien, werden Operation und Spitalsaufenthalt vollständig von der Krankenkasse übernommen.
Die Gespräche und Kontrollen in meiner Ordination kann ich nicht mit der Kasse abrechnen, dieser Teil bleibt privat.
Gerne bin ich Ihnen bei einem Kostenübernahmeansuchen behilflich.
Ablauf einer Brustverkleinerung
Beratung
Wir sehen uns die Brust gemeinsam an, ich messe aus und wir besprechen, welche Technik zu Ihrem Befund passt. Dazu gehören eine Fotodokumentation und eine Abklärung mit Ultraschall oder Mammographie. Soll die Kasse übernehmen, stelle ich die Unterlagen für das Ansuchen zusammen.
Operation
Der Eingriff findet in Vollnarkose statt und dauert etwa zwei bis drei Stunden. Ich entferne das überschüssige Drüsen- und Fettgewebe, forme die Brust neu und verlagere die Brustwarze mit ihrem durchbluteten Gewebestiel nach oben. Danach bleiben Sie ein bis zwei Nächte im Spital.
Erholung
Die erste Woche verbringen Sie zu Hause. Den Kompressions-BH tragen Sie sechs Wochen, Sport ist nach etwa vier Wochen wieder möglich. Zur Wundkontrolle, zum Fädenziehen und zur Narbenpflege sehen wir uns in der Ordination.
Kostenübernahme durch die Krankenkasse
Eine Brustverkleinerung ist nicht automatisch eine Privatleistung. Entscheidend ist nicht, wie groß die Brust ist, sondern ob sie nachweislich Beschwerden verursacht. Steht der körperliche Leidensdruck im Vordergrund, kann der Eingriff im Spital durchgeführt und von der Krankenkasse übernommen werden. Darüber entscheidet die Kasse im Einzelfall, auf Grundlage eines Bewilligungsansuchens.
Erfüllt der Befund die Kriterien, werden Operation und Spitalsaufenthalt vollständig von der Krankenkasse übernommen. Die Gespräche und Kontrollen in meiner Ordination kann ich nicht mit der Kasse abrechnen, dieser Teil bleibt privat.
Als Anhaltspunkt gilt, dass je Seite mindestens etwa 400 Gramm entfernt werden. Wo die Grenze genau liegt, hängt von Körpergröße und Statur ab.
Was für ein Ansuchen hilfreich ist
Hilfreich ist alles, was zeigt, dass die Beschwerden anhalten und dass Sie bereits andere Wege versucht haben: Befunde von Orthopädie, Physiotherapie oder Hautarzt, Aufzeichnungen darüber, wie lange die Schmerzen schon bestehen, und der Nachweis, dass Physiotherapie, gut angepasste BHs oder eine Gewichtsabnahme nicht ausreichend geholfen haben.
Dass konservative Maßnahmen bei ausgeprägter Mammahypertrophie selten dauerhaft helfen, ist gut untersucht. In einer prospektiven Studie mit 179 operierten Frauen brachten Gewichtsabnahme, Physiotherapie, Spezial-BHs und Medikamente keine anhaltende Linderung. Vor der Operation hatte etwa die Hälfte der Frauen ständig oder fast ständig Schmerzen in Nacken, Schultern und Rücken, danach weniger als zehn Prozent. Der Nutzen war dabei unabhängig von Körpergewicht, BH-Größe und der Menge des entfernten Gewebes.
Wie ich Sie dabei unterstütze
Beim ersten Termin erhebe ich den Befund, halte ihn samt Fotodokumentation fest und schätze ab, wie viel Gewebe entfernt werden muss. Die Unterlagen für das Ansuchen stelle ich zusammen und bin Ihnen beim Einbringen bei Ihrer Krankenkasse behilflich.
Die Entscheidung über die Kostenübernahme liegt bei der Kasse. Wird das Ansuchen abgelehnt, ist die Operation privat möglich: ab 6.500€, inklusive Vor- und Nachbetreuung, Narkose und Klinikaufenthalt.
Quelle: Collins ED, Kerrigan CL, Kim M et al. The effectiveness of surgical and nonsurgical interventions in relieving the symptoms of macromastia. Plast Reconstr Surg. 2002;109(5):1556–1566. doi:10.1097/00006534-200204150-00011
Häufige Fragen zur Brustverkleinerung
Kann ich nach der Operation noch stillen?
Das hängt wesentlich von der Operationstechnik ab. Bleibt die Gewebesäule zwischen Brustwarze und Brustwand erhalten, so wie bei den von mir verwendeten Stiel-Techniken, gelingt das Stillen laut einer Auswertung von 51 Studien in der Mehrzahl der Fälle. Wird sie durchtrennt, sinkt die Rate deutlich. Eine Garantie kann seriöserweise niemand geben, aber die Technik macht den Unterschied.
Sollte ich mit dem Eingriff bis nach einer Schwangerschaft warten?
Wenn Sie innerhalb der nächsten zwei Jahre schwanger werden möchten, rate ich dazu, die Operation zu verschieben. Schwangerschaft und Stillzeit verändern Größe und Form der Brust deutlich.
Wie groß werden die Narben?
Bei der vertikalen Technik verläuft die Narbe um den Warzenhof und senkrecht nach unten. Beim T-Schnitt kommt eine Narbe in der Unterbrustfalte dazu, die im Stehen nicht zu sehen ist. Frische Narben sind rot und fest; im Lauf des ersten Jahres verblassen sie und werden weicher. Ganz verschwinden sie nicht.
Bleibt das Gefühl in der Brustwarze erhalten?
In den ersten Wochen ist die Brustwarze oft taub oder überempfindlich. Weil die Nerven mit dem Gewebestiel erhalten bleiben, normalisiert sich das meist im Lauf der Monate. Eine dauerhafte Einschränkung ist möglich und lässt sich vorher nicht ausschließen.
Wie lange falle ich im Alltag aus?
Rechnen Sie mit ein bis zwei Wochen Krankenstand. Büroarbeit ist meist früher wieder möglich als körperlich fordernde Tätigkeit. Sport beginnen Sie nach etwa vier Wochen, Krafttraining für den Oberkörper entsprechend später.
Ab welcher Größe ist eine Brustverkleinerung sinnvoll?
Es gibt keine Größe, ab der man operieren müsste. Ausschlaggebend sind die Beschwerden: Schmerzen in Nacken, Schultern und Rücken, einschneidende Träger, wunde Haut in der Unterbrustfalte, Einschränkungen beim Sport. Für ein Ansuchen bei der Krankenkasse spielt zusätzlich eine Rolle, wie viel Gewebe entfernt wird.
Wächst die Brust nach der Operation wieder nach?
Bei stabilem Gewicht bleibt das Ergebnis in der Regel erhalten. Eine deutliche Gewichtszunahme, eine Schwangerschaft oder hormonelle Veränderungen können die Brust wieder größer werden lassen.
Ist eine Brustverkleinerung nach einer Brustkrebserkrankung möglich?
Meist ja, auch nach abgeschlossener Behandlung. Was in Ihrem Fall sinnvoll ist, hängt vom Befund und von einer eventuellen Bestrahlung ab; das besprechen wir individuell.
Ist das dasselbe wie eine Bruststraffung?
Nein, aber die Straffung ist Teil der Verkleinerung: Wenn Gewebe entfernt wird, forme ich die Brust zugleich neu und setze die Brustwarze höher. Wer mit der Größe zufrieden ist und nur die Form ändern möchte, ist bei der Bruststraffung richtig.
Übernimmt die Krankenkasse die Kosten?
Erfüllt der Befund die Kriterien, werden Operation und Spitalsaufenthalt vollständig übernommen. Gespräche und Kontrollen in meiner Ordination kann ich nicht mit der Kasse abrechnen. Was ein Ansuchen stützt und wie ich Sie dabei unterstütze, steht weiter oben auf dieser Seite; alle Preise finden Sie auf der Seite Kosten.