Wenn Nerven nerven….

Wenn Nerven nerven...

Verletzung eines Nervenastes des N. medianus nach Karpaltunnel-Spaltung. © Dr. Leo Gmelch

Das Neurom, ein schmerzhafter Nerventumor

Periphere Nerven, also beispielsweise Nerven, die in unseren Armen oder Beinen verlaufen, können bei Schädigung ein Neurom ausbilden. Ein Neurom ist ein gutartiger, aber oft sehr schmerzhafter Tumor.

Meist ausgelöst durch eine Verletzung des Nerven, bilden die einzelnen Nervenfasern eine Art Knoten. Durch diesen Knoten werden „falsche“ Informationen an unser Gehirn gesendet und wir empfinden Schmerzen, die nicht wirklich da sind. Nervenverletzungen können durch Unfälle, anderen Traumata oder auch Operationen entstehen.

Kontinuierlicher Schmerz

Neurome können sich an vielen verschiedenen Stellen des Körpers bilden, haben jedoch eines immer gemeinsam: Die Neurom-Schmerzen lassen sich durch Schmerzmedikamente kaum beeinflussen.

Meine PatientInnen klagen in solchen Fällen oft von Schmerzen, die durch nichts besser werden. Oft haben sie mit verschiedenen ärztlichen Kollegen bereits vergeblich verschiedene Therapien versucht. Der Leidensdruck für Betroffene ist somit sehr groß.

Neben einer ausführlichen Anamnese und einer genauen Untersuchung der betroffenen Region hilft uns oft auch eine spezielle Nervenultraschalluntersuchung.

Operation

Meist ist eine Besserung der Beschwerden nur durch eine mikrochirurgische Neuromentfernung erreichbar. Hierbei wird das Neurom vorsichtig unter dem Mikroskop und mit feinsten Instrumenten vom gesunden Nervengewebe getrennt. Je nach Größe des somit entstehenden Nervendefektes und der individuellen Patientensituation kann im Anschluss eine Nervenrekonstruktion notwendig sein.

Für weitere Hintergrundinformationen kann ich folgenden Artikel sehr empfehlen: https://cme.lww.com

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