Brustvergrößerung mit Eigenfett in Wien

Bei der Brustvergrößerung mit Eigenfett wird körpereigenes Fettgewebe an Bauch, Hüfte oder Oberschenkeln abgesaugt und im geschlossenen System direkt in die Brust eingebracht – eine natürliche Vergrößerung ohne Fremdmaterial, bei der die Entnahmestelle zugleich schlanker wird. Der Eingriff erfolgt in Vollnarkose, dauert etwa eine Stunde und wird tagesklinisch oder mit einer Nacht Aufenthalt durchgeführt. Die Kosten beginnen ab 6.200 €.

Die Methode im Überblick

In meiner Ordination ist die Eigenfett-Methode der Regelfall. Sie kommt ohne Fremdmaterial aus, das Ergebnis fühlt sich an wie gewachsenes Gewebe, und die Entnahmestelle wird im selben Eingriff schlanker.

Implantate verwende ich vor allem beim Wiederaufbau der Brust nach einer Krebserkrankung – bei der ästhetischen Vergrößerung dann, wenn sie zum Ziel passen.

Methoden der Brustvergrößerung

In den meisten Fällen vergrößere ich die Brust mit körpereigenem Fett. Es wird an Bauch, Hüfte oder Oberschenkeln abgesaugt und über millimeterkleine Einstiche in die Brust eingebracht – ohne Fremdmaterial und ohne größere Schnitte.

Alternativ verwende ich Brustimplantate aus Silikon, die entweder unter den Brustmuskel oder unter die Brustdrüse eingebracht werden. Diesen Weg wähle ich, wenn zu wenig Eigenfett vorhanden ist oder der Volumenwunsch über das hinausgeht, was mit Eigenfett erreichbar ist.

Welche Methode am besten für die jeweilig individuelle Person und Situation geeignet ist, wird in einem ausführlichen Beratungsgespräch evaluiert.

Bitte organisieren Sie sich einen Kompressions-BH in der gewünschten Brust-Größe.

In der Regel können meine Patientinnen am ersten  Tag nach der Operation nach Hause.

Ich empfehle für eine Woche zu Hause zu bleiben und sich zu erholen.

Körperliche Anstrengungen und Sport sind stufenweise wieder möglich: leichte Bewegung nach etwa zwei Wochen, Belastungssport nach vier bis sechs Wochen.

Der Kompressions-BH sollte für zumindest 6 Wochen getragen werden.

Bei der Brustvergrößerung handelt es sich um einen Standardeingriff aus der plastischen Chirurgie mit in der Regel wenigen Komplikationen.

Wie jede Operation bestehen allerdings auch hier Risiken wie z.B. Wundheilungsstörungen, gestörte Narbenbildung oder Nachblutungen.

Wird ein Brustimplantat eingesetzt, so müssen hier mögliche Risiken wie z.B. Kapselfibrose oder Implantatruptur bedacht werden.

Über die genauen Risiken informiere ich meine Patientinnen selbstverständlich in einem persönlichen und ausführlichen Aufklärungsgespräch.

Wie viel größer wird die Brust?

Pro Sitzung ist etwa eine halbe bis eine Körbchengröße realistisch. Für mehr Volumen kann nach einigen Monaten eine zweite Sitzung folgen.

Wie viel vom eingebrachten Fett bleibt erhalten?

In Studien bleiben im Durchschnitt etwa 55 bis 82 Prozent des eingebrachten Volumens erhalten. Das kalkuliere ich bei der Planung ein. Was nach drei bis sechs Monaten da ist, bleibt dauerhaft.

Fühlt sich die Brust natürlich an?

Ja – es ist Ihr eigenes Gewebe. Das ist der größte Unterschied zum Implantat.

Woher wird das Fett genommen?

Von dort, wo es stört: meist Bauch, Hüfte oder Oberschenkel. Die Entnahmestelle wird dabei schlanker.

Was ist, wenn ich zu- oder abnehme?

Das angewachsene Fett verhält sich wie normales Körpergewebe – es macht Gewichtsschwankungen mit, in beide Richtungen.

Kann ich nach dem Eingriff stillen?

Das Drüsengewebe wird beim schichtweisen Einbringen geschont; nach heutigem Wissen ist die Stillfähigkeit dadurch in der Regel nicht gefährdet. Eine Garantie gibt es – wie bei jedem Brusteingriff – nicht.

Stört das Eigenfett bei der Mammographie?

Es können kleine, gutartige Verkalkungen sichtbar werden, die erfahrene Radiologinnen und Radiologen sicher einordnen können. Wichtig ist, dass Sie den Eingriff bei jeder Untersuchung angeben.

Erhöht der Eingriff das Brustkrebsrisiko?

Nach der aktuellen Studienlage nein. Eine Auswertung mit über 14.000 Patientinnen fand keinen Hinweis auf ein erhöhtes Risiko.

Wie lange dauert die Erholung?

Einige Tage Schonung, Kompressionswäsche an den Entnahmestellen, leichte Bewegung nach etwa zwei Wochen, Belastungssport nach vier bis sechs Wochen. Das Ergebnis ist nach drei bis sechs Monaten stabil.

Warum bieten Sie nur selten Implantate an?

Weil ich vom natürlichen Ergebnis und dem Sicherheitsprofil des Eigenfetts überzeugt bin – und weil die meisten meiner Patientinnen genau das suchen. Wo ein Implantat die bessere Lösung ist, sage ich es offen.

ab 6.200€ (inkl. Narkose, Klinikaufenthalt, Kompressionswäsche sowie Vor- und Nachbetreuung)

Den genauen Betrag erhalten Sie nach der Beratung als schriftliches Angebot. Die Brustvergrößerung ist ein ästhetischer Eingriff – eine Übernahme der Kosten durch die Krankenkasse ist daher nicht möglich. Mehr dazu unter Kosten und Erstattung.

Warum ich bei der Brustvergrößerung auf Eigenfett setze

Beim Lipofilling wird kein Fremdmaterial eingebracht, sondern nur Gewebe, das ohnehin zu Ihnen gehört. Damit stellen sich die Fragen, die bei Implantaten dazugehören, gar nicht erst: keine Kapselfibrose, kein Wechsel nach Jahren. Die Brust fühlt sich an wie gewachsenes Gewebe, weil sie es ist.

Dazu kommt ein Nebeneffekt, den viele Patientinnen schätzen: Das Fett wird dort entnommen, wo es stört. Bauch, Hüfte oder Oberschenkel werden im selben Eingriff schlanker.

Die Methode hat eine klare Grenze, und die nenne ich vor jeder Entscheidung: Pro Sitzung ist etwa eine halbe bis eine Körbchengröße realistisch. Wer sich eine deutlich größere Veränderung wünscht, braucht entweder eine zweite Sitzung oder ein Implantat.

Für wen die Methode geeignet ist

Gut geeignet ist Eigenfett für Frauen, die sich eine moderate, natürlich wirkende Vergrößerung wünschen und genügend eigenes Fettgewebe an Bauch, Hüfte oder Oberschenkeln mitbringen. Ebenso beim Volumenausgleich nach Schwangerschaft und Stillzeit oder bei Asymmetrien. Sehr schlanke Patientinnen mit wenig Eigenfett und dem Wunsch nach deutlicher Vergrößerung sind dagegen keine idealen Kandidatinnen. Das spreche ich in der Beratung an, bevor Erwartungen entstehen, welche die Methode nicht erfüllen kann.

So läuft die Behandlung ab

1

Schonende Fettgewinnung

Das Fettgewebe wird in Tumeszenz-Technik über millimeterkleine Einstiche entnommen, bevorzugt an Bauch, Hüfte oder Oberschenkeln.

2

Aufbereitung im Lipografter

Das Fett bleibt vom Absaugen bis zum Einbringen in einem geschlossenen Kreislauf: kein Kontakt mit Umgebungsluft, kein Umfüllen. Auf eine Zentrifuge verzichte ich bewusst, weil die schonende Verarbeitung mehr vitale Fettzellen erhält.

3

Einbringen in die Brust

Ich verteile das Fett in vielen feinen Schichten. Nur gut durchblutetes Gewebe wächst dauerhaft an. Sichtbare Narben entstehen praktisch keine.

Wie viel Fett wächst an – und wie lange hält das Ergebnis?

Ein Teil des eingebrachten Fettgewebes wird vom Körper in den ersten Monaten wieder abgebaut – das ist normal und wird bei der Planung einkalkuliert. Laut einer systematischen Übersichtsarbeit über 1.453 Patientinnen bleiben im Durchschnitt etwa 55 bis 82 Prozent des eingebrachten Volumens erhalten. Das angewachsene Fett bleibt dann dauerhaft – es verhält sich wie normales Körpergewebe und macht Gewichtsschwankungen mit. Nach etwa drei bis sechs Monaten ist das Ergebnis stabil und beurteilbar; wenn mehr Volumen gewünscht ist, kann eine zweite Sitzung folgen.

Eigenfett und Brustkrebsvorsorge

Zwei Fragen kommen in fast jeder Beratung.

Stört das Fett bei der Mammographie?

Nach einem Eigenfett-Transfer können kleine Verkalkungen oder Ölzysten im Bild sichtbar werden. Erfahrene Radiologinnen und Radiologen können diese gutartigen Veränderungen von verdächtigen Befunden unterscheiden. Wichtig ist, dass Sie bei jeder Untersuchung angeben, dass Eigenfett eingebracht wurde.

Erhöht Eigenfett das Brustkrebsrisiko?

Nach der aktuellen Studienlage nicht. Eine Auswertung mit über 14.000 Patientinnen fand keinen Hinweis auf ein erhöhtes Rezidivrisiko, und auch bei gesundem Brustgewebe zeigen die verfügbaren Daten keine erhöhte Brustkrebshäufigkeit. Eine aktuelle Bildgebung vor dem Eingriff gehört bei mir trotzdem zur Planung.

Und Implantate?

Implantate verwende ich vor allem in der rekonstruktiven Chirurgie: Beim Wiederaufbau der Brust nach einer Krebserkrankung arbeite ich regelmäßig mit Implantaten und Expandern.

Auch bei der ästhetischen Brustvergrößerung operiere ich mit Implantaten, wenn sie zum Ziel passen: wenn zu wenig eigenes Fettgewebe zur Verfügung steht, wenn der Volumenwunsch über das hinausgeht, was mit Eigenfett erreichbar ist, oder wenn eine Patientin keine weitere Lipofilling-Sitzung möchte. Welcher Weg für Sie der richtige ist, entscheiden wir gemeinsam in der Beratung.

Was Sie über Implantate wissen sollten

Moderne Brustimplantate bestehen aus einer festeren äußeren Hülle, die Form und Stabilität gibt, und einer weichen Silikonfüllung für ein natürliches Gefühl. Es gibt sie in vielen Formen, Größen und Profilen; welches passt, hängt von Ihren Körpermaßen und Ihrem Gewebe ab. Ich verwende ausschließlich Produkte etablierter Hersteller.

Zur Aufklärung gehören auch die Punkte, die es beim Eigenfett nicht gibt. Die Kapselfibrose ist eine Verhärtung der Bindegewebshülle, die der Körper um jedes Implantat bildet; ist sie ausgeprägt, wird eine Korrektur nötig. Ein Implantat hält nicht zwangsläufig ein Leben lang, ein Wechsel kann also irgendwann anstehen. Und es gibt eine sehr seltene Lymphomform, die mit bestimmten Implantatoberflächen in Zusammenhang gebracht wird (BIA-ALCL). Ich bespreche das in jeder Beratung, bevor wir uns für eine Methode entscheiden.